Wissenswertes über Skihelme mit Visier

Das Visier  / Lebensdauer Helm / Material und Technik / Sicherheitsnorm / Skihelmpflicht

Skihelme mit Visier

Skihelme mit Visier, auch “Jethelm” genannt ist, wie der Name schon sagt, ein Helm, bei dem aufgrund des integrierten Visiers eine Skibrille überflüssig wird. Vor allem bei schlechtem Wetter und diffusem Licht bietet er gute Sicht und einen umfassenden Schutz für die Kopf- und vor allem Augenpartie. Ähnlich einem Motorradhelm umschließt er infolgedessen, anders als herkömmliche Sturzhelme den kompletten Kopf- und Gesichtsbereich.

Skihelme mit Visier ist die perfekte Skihelm-Lösung für alle Brillenträger und diejenigen,
die keine Skibrille tragen wollen!

Sie erleichtern das Auf- und Absetzen und eignen sich besonders für Brillenträger.
Skifahren konnte für Brillen­träger bislang zum Problem werden. Ein herkömm­licher Helm samt eng sitzender, separater Skibrille passte mit vielen Sehhilfen nur schwerlich zusammen. Als moderne Lösung bieten sich Helme an, bei denen ein fest montiertes Visier vor Sonne, Wind und Wetter schützt. Das hat nicht nur Vorteile für Fehlsichtige, die ihre Korrekturbrille meist problemlos hinterm Visier tragen können, sondern auch für alle anderen: Das Sicht­feld unter diesen Skihelme mit Visier ist meist größer als das von Skibrillen, und die Visiere beschlagen nicht so schnell.

Skihelme mit Visier für Damen

Geringes Gewicht, kleine Helmschalen, bequeme Passform sowie perfekter Schutz an kalten Tagen und modisches Design machen Skihelme mit Viser für die Damenwelt höchst interessant!

Die Passform

Jeder Kopf ist anders, darum sollte der künftige Besitzer den Helm vor dem Kauf anpro­bieren. Der Kopf­schutz darf nirgends drücken, das Polster muss sich gleich­mäßig anschmiegen. Drückt ein Helm mit gutem Test Ergebnis, lohnt es sich, andere Einstel­lungen und Größen zu probieren. Hilft das nicht, bleibt nur ein anderes Modell. Selbst mittel­mäßige Skihelme mit Visier sind sicherer als Skifahren oben ohne.

Skihelme mit Visier

Vorteile:

  • Geschützte Brille. Wer auf eine Brille als Sehhilfe angewiesen ist, kann praktisch jede Brille hinter dem Visier tragen. Platz dafür gibt es meist genug. Zudem ist die oft teure Korrekturbrille nicht Wind und Wetter ausgesetzt. Und es gibt es eben keine Skibrille die auf das Gesicht drückt und so nach längerer Zeit zu einem erheblichen Unwohlfaktor wird.
  • Bessere Sicht. Bei feuchten Wetterlagen, und wenn der Skifahrer schwitzt, beschlagen die Visiere längst nicht so schnell wie eine eng am Kopf anliegende Skibrille.
  • Schnell offen. Wer mal schnell freie Sicht haben muss, kann das Visier mit einem einzigen Griff öffnen – und braucht dazu nur eine Hand.
  • Visier. Skibrillen haben oft einen einge­schränkten Sicht­winkel. Das große, um den Kopf herum­geführte Visier haben einem größeren Sicht Winkel und lassen Blicke aus dem Augen­winkel besser zu.
  • Design. Extrovertierten Fahrer und Designliebhaber werden den Skihelme mit Visier schnell verfallen. Zwar lässt sich über Geschmack bekanntermaßen streiten, doch wirkt der Skifahrer mit einem solchen Helm wesentlich sportlicher und garantiert mehr Aufmerksamkeit.
  • Wetterumschwung. Ein großer Vorteil bei Skihelme mit Visier zeigt sich auch bei unvorhergesehenen Wetterumschwüngen auf der Piste. Wer früher schon mal gerne die Skibrille ob seines unerschütterlichen Glaubens an das gute Wetter und die eigenen Fahrkünste daheim gelassen hat, hat diese eigenen Abwägungsmöglichkeiten bei  Skihelme mit Visier (glücklicherweise) nicht.

Nachteile:

  • Druck­stellen. Dass die Helm­schale auf den Kopf passen muss und dabei nicht drücken darf, ist klar. Doch auch das Visier kann im Extremfall Probleme machen und auf die Nase drücken. Ist das der Fall, bleibt nur die Suche nach einem anderen Modell.
  • Ersatzteile. Wer eine andere Visierfarbe haben möchte, kann nur auf die zum entsprechenden Helm angebotenen, zum Teil recht teuren Visiere zurück­greifen.
  • Nicht kratzfest. Wer Skihelme mit Visier ablegen will, muss aufpassen. Das Visier ist stoß- und kratz­empfindlich. Der Helm muss also entsprechend umsichtig behandelt werden.
  • Zugluft. Unter Umständen können Luftverwirbelungen unter dem Helm entstehen, die beim Fahren doch erheblich nerven können und im schlechtesten Fall auch zu tränenden Augen führen dürften. Zwar ist diese Schwäche bei vielen Modellen auf ein Minimum reduziert worden, ganz ausgeschlossen werden kann Zugluft unter dem Helm jedoch nicht. Gerade bei schneller Fahrt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass kalte Luft in den Helm dringt. vielmehr recht hoch.
  • Hoher Preis. Herkömmliche Skihelme und Skibrillen sind normalerweise wesentlich günstiger zu erstehen als Skihelme mit Visier.

 skihelme mit visier

Das Visier

In Sachen UV-Filterung gibt es qualitativ große Unterschiede. Wer sich preisintensive Skihelme mit Visier zulegen will, sollte nicht nur darauf achten, dass der Helm über ein entsprechendes Prüfsiegel verfügt. Auch die UV-Filterung sollte technischen Normen entsprechen.

Die Lebensdauer von Skihelmen

Gibt es ein Verfallsdatum bei Skihelme mit Visier?

Um die Antwort gleich vorweg zu nehmen, Ja, denn nur ein einwandfreier Helm ohne Materialverschleiß bietet ausreichend Schutz bei Unfällen. Daher empfiehlt es sich auch Skihelme mit Visier nach einer gewissen Zeit regelmäßig zu erneuern. Bei Stürzen ist darauf zu achten, dass die Stabilität des Helmes nicht beeinträchtigt wurde. Sind Risse oder Dellen sichtbar, muß der Skihelm entsorgt und durch einen neuen ersetzt werden. Auch wenn keine offensichtlichen Schäden zu sehen sind, sollte ein Fachhändler aufgesucht werden, der mit seiner Erfahrung eventuelle Beeinträchtigungen der Sicherheit bemerken sollte.

Unfälle sind nicht das einzige, das die Sicherheit ihres Helmes beeinträchtigen kann. Hohe UV-Strahlung im Gebirge greift die Außenschale des Helmes an. Die Weichmacher im Material verflüchtigen sich und das Material verliert seine Elastiziät und wird porös. Ein Helm sollte alle 3-5 Jahre erneuert werden. Dies ist davon abhängig, ob man nun Vielfahrer oder gelegentlich auf den Skipisten unterwegs ist.

Die Technik macht auch bei Neuentwicklungen von Skihelmen nicht halt. Jede Generation ist ausgereifter als die vorherige.

Wie bei allen technischen Geräten wie Skihelme mit Visier, ob nun aus dem Sportbereich oder des täglichen Gebrauchs ist die sachgemäße Benutzung und Pflege das A und O, damit sie lange Freude an ihrem Helm haben. Offiziell wird eine Lebensdauer von 3 bis 5 Jahren bei sachgemäßer Handhabe und Pflege angegeben. Auch wenn ein Skihelm nach mehreren Jahren noch wie neu aussieht, sollte er erneuert werden, da kleinste Haarrisse nur schwer zu erkennen sind, die Steifigkeit beeinträchtigen und bei einem Sturz der Helm nicht mehr seine ursprüngliche Schutzfunktion ausführen kann. Vermeiden sie den Helm extremen Temperaturschwankungen auszusetzen. So ist das Lagern im zu heißen Auto, gerade bei Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Tauschen Sie den Helm in jedem Fall nach einem harten Sturz aus, auch wenn keine auf den ersten Blick ersichtlichen Beschädigungen zu erkennen sind.

Grundsätzlich schützen Hardshell-Helme den Kopf auf gleiche Weise wie In-Mold-Helme. Beiden Helm-Typen dient die EPS-Schicht als Pufferzone, die bei einem Sturz bricht und den Aufprall des Kopfes dämpft.

Material und Technik

Aus welchem Material bestehten Skihelme mit Visier eigentlich?

Vom Skihelm fällt einem zumeist zuerst die harte Außenschale ins Gesicht, welche aus Thermoplasten wie Polycarbonat, ABS, Fiberglas oder Carbon besteht. So erhält der Helm seine nötige Stabilität, damit keine harten Gegenstände in den Helm eindringen können. Eingelegt in die Außenschale liegt eine weichere Innenschale aus EPS-Hartschaum, welcher sich im Falle eines Sturzes verformt und die Aufschlagkräfte abmildert, die auf den Kopf einwirken.

Herstellungsverfahren

1.In-Mould-Helm

Bei einem In-Mold-Helm wird die Innenschale aus expandiertem Polystyrol zusammen mit der aus dünnem Polycarbonat bestehenden Außenschale in einem gleichzeitigen Arbeitsschritt hergestellt. Hierbei wird darauf geachtet, dass die äußere Schale sehr dünn ausfällte, was den Helm angenehm leicht macht. Der wahrscheinlich größte Vorteil der In-Mold-Bauweise liegt darin, dass er ein gute Belüftung ermöglicht, die wie bei einem Fahrradhelm ausreichende Öffnungen hat, aber dennoch die Sicherheit des Helmes gewährleisten. Die Öffnungen lassen sich bei den meisten Helmen individuell schließen, falls der Luftzug zu stark wird. Gerade Tourengeher und gemäßigte Skifahrer schätzen dieses Modell. .

2.Hardshell

(Hartschalenhelm)

Hartschalenhelme bestehen aus zwei unterschiedlichen Teilen. Zum einen aus einer stabilen Außenschale und zum anderen aus einer flexiblen Innenschale. Beides ist ineinander gesteckt und festgeklickt. Die Materialien tragen dafür Sorge, dass Belastungen im Falle eines Sturzes über den gesamten Kopfschutz verteilt werden. Deshalb sind Hartschalen-Helme besonders unempfindlich auch gegen punktuelle Einwirkungen. Sie verfügen über ausgegklügelte Belüftungssysteme und sind besonders robust und langlebig.

Wir empfehlen einen Hartschalen-Helm für alle ambitionierteren Skifahrer.
z.B. UVEX HLMT 300

3.Fiberglass

Fiberglas Skihelme gehören zu der Oberklasse. Glasfaser ist besonders langlebig verknüpft mit herausragenden technischen Eigenschaften. Zur Herstellung werden Glasfasermatten in Kunstharz getränkt und danach ausgehärtet. Glasfasern nehmen optimal Stoßkräfte auf. Dafür sorgt das duktile Harz, welches sich beim Sturz leicht verformt. Ein Fiberglashelm ist im Gegensatz zum weitverbreiteten Plastikhelm einer vielfach höheren Belastung gewachsen.

4.Carbon

Carbon verstärkter Kunststoff ist das High-Tec Material für Wintersporthelme. Carbonfasern aus Kohlenstoff werden mit einer Harzmatrix verbunden. Die Fasern sind extrem steif, fest und dehnstabil. Skihelme aus Carbon haben exzellente Schutzeigenschaften und sind extrem leicht. Trotz des minimalen Gewichts sind Carbonhelme besonders haltbar. Dieses Material wird bei Skihelmen der Oberklasse eingesetzt. Im professionellen Skisport gehören Carbonhelme zur Standardschutz-Ausrüstung.

Sicherheitsnorm für Skihelme

EN 1077

Hinter der Norm C EN 1077:2007 versteckt sich wohl die in Deutschland bekannteste und gebräuchlichste Prüfnorm für Ski- und Snowboardhelme. Der ganze Titel der Norm lautet „Helme für alpine Skiläufer und für Snowboarder“. In Europa beziehbar Skihelme tragen ein CE Siegel, auf welchem sich auch die Nummer der jeweiligen Prüfnorm findet. Nach der EN 1077 werden Skihelme in zwei Klassen unterteilt: Klasse A und Klasse B. Helme der Schutzklasse B bieten etwas weniger Schutz als Helme der Klasse A. Beide Klassen unterscheiden sich prinzipiell nur in zwei Punkten deutlich voneinander, wie man der folgenden Aufstellung zu entnehmen kann:

MerkmalKlasse AKlasse B
AbdeckungSowohl die Oberseite als auch Ohren und Seiten des Kopfes müssen bedeckt sein.Die Oberseite des Kopfes muss bedeckt sein, die Ohren dürfen frei liegen.
AufprallschutzDarf bei einem Aufprall aus 1,5 m Höhe nicht mehr als 69 Joule Energie aufnehmen.Darf bei einem Aufprall aus 1,5 m Höhe nicht mehr als 69 Joule Energie aufnehmen.
DurchdringungsschutzMuss einen Aufprall auf einen spitzen Gegenstand aus einer Höhe von 75 cm überstehen, ohne die Hülle zu durchstoßen.Muss einen Aufprall auf einen spitzen Gegenstand aus einer Höhe von 37,5 cm überstehen, ohne die Hülle zu durchstoßen.

Damit man das Prüfsiegel erhält, muß der Skihelm Hersteller seine Produkte bei einer entsprechenden Prüfstelle testen lassen. Ein Skihelm der Klasse B hat zwar einen geringeren Schutz bei Aufprallverletzungen, ist dafür aber etwas leichter und schränkt den Skifahrer bei der akustischer Wahrnehmung nicht so weit ein wie ein Skihelm Klasse A.

Jedoch ist die Norm EN 1077 ist keine Garantie für absolute Sicherheit. Für Klasse A beträgt die getestete Aufprallgeschwindigkeit nur ca. 14 km/h, bei Klasse B sind es sogar nur knapp 10 km/h! Die Geschwindigkeiten, die auf den Skipisten gefahren werden, sind jedoch zumeist wesentlich höher.
Dies ganze gilt natürlich auch für Skihelme mit Visier

Skihelmpflicht: Welche Regelungen gelten in welchen Ländern?

Deutschland

Nach Angaben des deutschen Skiverbandes (DSV) tragen mittlerweile bis zu 80 % der Skifahrer freiwillig einen Skihelm.

In Deutschland gibt es keine Helmpflicht. Die Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) und der DSV bemühen sich dennoch über die Vorteile beim Tragen eines Helmes aufzuklären.

Kroatien und Slowenien

Helmpflicht für Kinder bis 15 Jahre.

Polen

Helmpflicht für Skifahrer unter 16 Jahren. Verstöße dagegen werden mit dem Entzug des Skipasses und einer Geldstrafe für die Erziehungsberechtigten geahndet.

Frankreich, Schweiz, USA, Kanada

Keine Helmpflicht

Italien
Helmpflicht für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 14 Jahren. Wer ohne Helm angetroffen wird, dem drohen der Entzug des Skipasses und ein Bußgeld bis zu 200 Euro!

Kroatien
Helmpflicht für Kinder und Jugendliche bis zu 15 Jahren

Slowenien
Helmpflicht für Kinder und Jugendliche bis zu 15 Jahren

Österreich
Helmpflicht für Kinder und Jugendliche bis zu 15 Jahren. In Niederösterreich besteht Helmpflicht für alle Skifahrer

Frankreich
Keine Helmpflicht.

Schweiz
Keine Helmpflicht

Schweden
Keine Helmpflicht, jedoch werden Kinder ohne Helm nicht mit dem Skilift befördert

Auch wenn in vielen Ländern keine Skihelmpflicht besteht; Tragen Sie zu ihrer eigenen Sicherheit einen Helm.